Unterwegs in Sachen Digitalisierung

Gestern starteten wir mit unserem „Mobilen Think Tank Digitalisierung“, um mit Einzelhändlern zusammen an deren Digitalstrategie zu arbeiten.

Das war für mich persönlich sehr interessant, da ich es mit einer Einzelhandelsgruppe zu tun bekam, die ich nicht gut kenne: Apotheken. Zu erfahren, welche rechtlichen Auflagen sie in der Digitalisierung haben und welche Wege ihre Online-Konkurrenz dagegen nutzen darf, war für mich neu. In dem Gespräch ging es dann darum, wie man eine digitale Strategie entwickelt, die diesen Einschränkungen entgegen wirken kann. Daran werden wir weiter feilen und im Austausch entwickeln.
In einem anderen Gespräch ging es konkret um die Optimierung des eigenen Storytellings, also der Entwicklung der eigenen „Unternehmens- und Produktgeschichte“. Was treibt mich an, wie stellt man die Liebe zu seinem Beruf, zu den Produkten dar und wie erzählt man in Text und Bildern relevant und begeisternd von seiner Arbeit.
Zum Abschluss suchten wir dann noch den Leiter eines örtlichen Einkaufszentrums auf. Dieser hatte vorher in einem Workshop darauf hingewiesen, dass es ihn sehr interessiert, wie Geschäfte mit der Hilfe des „Internet of Things“einen Einkauf für den Kunden einfacher und erlebnisreicher gestalten können. Auch hier gab es jede Menge zu lernen und es wurden Absprachen für eine konkrete gemeinsame Erforschung der Möglichkeiten getroffen.
Schon in der letzten Woche hatte ich ein ausführliches Gespräch über den Einsatz von Technologie in der Digitalisierung. Mit einem digital-engagierten Bocholter Optiker, der bereits im letzten Workshop laut über die Möglichkeiten neuer Web-Technologien und Smart-Data-Konzepten nachgedacht hatte, sass ich zusammen und wir besprachen seine Ideen. Sehr fortschrittlich, klug und innovativ! Technik, wie Konzept. Dazu werden wir uns weiter und vertiefend austauschen und über mögliche Realisierungen nachdenken.
Mein Eindruck nach den ersten Treffen, Workshops und der ersten Runde „Mobiler Think Tank“: Das sich bereits so früh so viel nutzbares und zukunftsorientiertes Know- How, Engagement und Begeisterung zeigen, habe ich nicht erwartet. Wir werden das in das Konzept einbauen und unsere Planungen agil anpassen.

Zurück im Büro, saß ich mit dem Team zusammen, um eine Maßnahme zu besprechen, die im April starten soll. Dabei geht es darum, einen Prototypen eines Smartstore zu planen, der mit technischen Beispielen zeigen soll, wie sich Geschäfte in Zukunft verändern werden. In unserer Planung stellten wir fest, dass wir dabei die Technik alleine nicht in den Mittelpunkt stellen können. Vielmehr muss ein solcher Prototypladen versuchen, ein Lehrbeispiel für den digitalen Wandel eines Geschäfts, aber auch einer Gesellschaft zu sein. Daher planen wir jetzt eine Woche, in der ein leer stehendes Geschäft nicht nur Präsentationsbühne für neue Technologien sein wird, sondern auch der Ort, an dem sich der Bocholter Einzelhandel, Bürger, Politiker und Touristen über Digitalisierung austauschen und informieren können.
Bis April werden wir das Programm noch konkret mit Leben befüllen. Aber die eingeschlagene Marschroute finde ich ziemlich gut. Dieses Projekt ist auch eine der Maßnahmen des „Smarter Handeln Bocholt“-Konzepts, dass unter http://bit.ly/shb-masterplan nachgelesen werden kann.

Mein gestriges Fazit: Bocholt hat viele engagierter digitale Treiber und ist auf einen für Deutschland innovativen Weg, die Digitalisierung gemeinsam in einem Netzwerk anzugehen und umzusetzen.

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