Frohes neues Digital?

Noch geht einem die Zahl schwer von der Hand…2019.
Als Kind war ich davon überzeugt, dass wir ab dem Jahre 2000 auf dem Mond leben, fliegende Autos haben und, wie ich es von Raumschiff Enterprise her kannte, uns den Weltfrieden erarbeiten. Heute weiss ich, dass alles ganz anders gekommen ist. Die Zukunft ist nicht so, wie ich sie mir als Kind vorstellte. Nicht schlechter (abgesehen vom Weltfrieden), aber anders.

Wir leben in einer Zeit der Digitalen Revolution (s. Titelbild des Beitrags aus Wikipedia zur Digitalen Transformation und ihre Auswirkungen) und vielleicht ist es genau das, vielleicht noch unerkannt, was uns so sehr besorgt. Ich selbst stehe zwischen meinen Kinderträumen und der Tatsache, dass eine digitalisierte Welt zwar die Grundlage und der Treiber für diese „Träume“ ist, wir uns aber nicht darum kümmern, wie der Wandel gerade abläuft und welche Folgen das für Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft mit sich bringen wird. Dummerweise gibt es hierbei aber keinen Pausen-Knopf, den wir drücken können, um erst einmal in Ruhe zu überlegen, wie wir damit umgehen müssen. Also rennen wir hinterher, wie der berühmte Hase hinter dem Igel…

In Bocholt haben wir uns dafür entschieden, das nicht zu machen und 2019 wird das Jahr, in dem wir den Kontakt zur Zukunft aufnehmen. Mit unserem Masterplan „Smarter Handeln Bocholt“ haben wir eine anpassungsfähige Grundlage geschaffen, um ein verantwortungsvoller Bestandteil des digitalen Wandels zu werden. Bis wir Ende Januar mit den ersten Workshops starten, haben wir schon Gespräche mit wichtigen Partnern geführt und bauen im Hintergrund den Rahmen für das Projektmanagement auf. Bis zum Ende des Monats haben wir soweit alles fertig und das Projekt geht mit den wichtigen Bereichen „Netzwerk und Know-How“ in die Umsetzung der ersten Maßnahmen des Masterplan.Ich weiss, das mag für viele noch abstrakt, ungreifbar klingen. Aber diese Art des „mehrschichtigen“ Vorgehens hat seine Gründe. Ein Digitalisierungsprojekt kann man nur mit einem agilen Projektmanagement angehen. Es muss in einem permanenten Prüfstand – eine Art endlose Beat-Phase – durchgeführt und optimiert werden. Auf der einen Seite haben wir mit dem Masterplan konkrete Maßnahmen für 2019 in Gang gesetzt. Auf der anderen Seite beobachten und lernen wir, wie die Digitalisierung sich in Gesellschaft und Wirtschaft verwurzelt und wie Menschen – sowohl als BürgerInnen, als auch als KundInnen – darauf reagieren und mit ihr interagieren.
Wie verändert sich Kommunikation?
Welches „Storytelling“ erreicht Menschen auf welchen Kanälen und mit welcher Technologie?
Wie interagieren reale „Räume“ mit digitalen Diensten?
Wie findet man eine gesunde Balance zwischen realer und digitaler Welt?
Was müssen wir heute lernen, um morgen einen Einfluss auf Veränderungen zu nehmen?
Alles das sind einige der Fragen, mit denen wir uns beschäftigen. Wir haben nicht den Anspruch, dass wir die Stadt digitalisieren, oder ein Vorreiter in gesellschaftlichen Digitalisierungs-Fragen sind. Dennoch müssen wir das im Auge behalten, denn daraus ergeben sich wichtige Fragen und Antworten für den Handel der Stadt Bocholt.
Verstehen wir die Digitalisierung, verstehen wir, wohin die Reise geht.
Verstehen wir unsere Reise, haben wir gemeinsam eine Chance, ihr eine, unsere Richtung zu geben.
Was im Umkehrschluss bedeutet, dass wir nicht nur unserer Verantwortung für den Handel der Stadt, sondern auch der gesellschaftlichen Kultur der Stadt gerecht werden.

Für mich ist das heute wichtiger, als Mondstädte, fliegende Autos und ist vielleicht ein Mosaikstein für eine angstfreiere, friedlichere Welt. Wir haben durch eine offene Darstellung unserer Arbeit, durch das Netzwerk, das gemeinsame Verstehen und die agile Zusammenarbeit heute die Chance auf eine digitale Welt, in der Menschen im Mittelpunkt steht.

Ich wünsche mir für 2019 Mut, Freude am Wandel, am Lernen (auch aus Fehlern), an der Zusammenarbeit und auf die Zukunft.

Ich wünsche uns allen ein frohes neues Digital!

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